ADHS-Infoportal des Bundesministerium für Gesundheit geht online PDF Drucken E-Mail

ADHS-Infoportal des Bundesministerium für Gesundheit geht online

Wissenschaftler der Uniklinik Köln entwickeln Informationsportal für das Bundesministerium für Gesundheit. Die Aufklärungsarbeit zum Thema ADHS ist ein sehr wichtiges Anliegen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sowie Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit.

Die Informationen auf der Seite werden sich streng an an empirischer Evidenz orientieren. Sie basieren entsprechend auf wissenschaftlichen Studien und Leitlinien von Fachgesellschaften und Expertengruppen. Die Informationen auf der Internetseite sollen zielgruppenspezifisch und einfach nutzbare, verlässliche und unabhängige Informationen zum Störungsbild der ADHS für Betroffene und deren Bezugspersonen bieten. Fast jedes Kind durchlebt im Laufe seiner Entwicklung, Phasen in denen es besonders ablenkbar, stark Aktiv und auch zeitweise heftig Impulsiv ist. Ab einem bestimmten Grad der Auffälligkeit kann hier von einer Störung gesprochen werden. Hiebei unterscheidet sich ADHS nicht von anderen psychischen Störungen (wie z.B. Depression) oder körperlichen Erkrankungen, welche ebenfalls stärker oder wenigeer stark ausgeprägt sein können. Menschen mit einer starken Ausprägung der Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, erfahren dadurch erhebliche Einschränkungen in ihrem täglichen Leben.

Die Anzahl der ADHS betroffenen Kinder / Jugendliche in Deutschland schwankt zur Zeit in den Studien noch zwischen ca. 2 und 6 Prozent. Gesamt kann man jedoch repräsentativen Studien zufolge davon ausgehen, dass rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche in Deutschland von ADHS betroffen sind. Jungen sind dabei insgesamt zwei bis viermal häufiger betroffen als Mädchen. Öffentlich wird das Thema ADHS auch heute noch kontrovers diskutiert, was bei Betroffenen, ihren Eltern, Partnern oder anderen Angehörigen und Betreuern oft zu Verunsicherungen führt.

Die interdisziplinäre Leitungsgruppe des zentralen adhs-netzes: www.adhs.info besteht derzeit aus:

- Prof. Dr. Manfred Döpfner, Leiter des Netzes; Diplom-Psychologe, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Psychologischer Psychotherapeut, Uniklinik Köln
- Prof. Dr. Dr. Tobias Banaschewski, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim
- Dr. Johanna Krause, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalyse, Fachärztin für Neurologie, Ottobrunn und
- Dr. Klaus Skrodzki, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologe, Forchheim.

Weitere Informationen im Internet unter: www.adhs.info

oder dem: Bundesministerium für Gesundheit

 

Schlagzeilen

Von den Grundlagen zur störungsspezifischen Therapie:

Die ADS/ADHS wurde lange als eine auf das Kindesalter beschränkte Entwicklungsstörung betrachtet. Zwischenzeitlich ist aber aus Langzeituntersuchungen gut belegt, dass bei ca. 30–60% der Betroffenen die Symptomatik bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Weltweit wird inzwischen eine ADHS-Prävalenz von ca. 4% in der erwachsenen Bevölkerung angenommen. Anders als im Kindesalter, gibt es bislang noch nicht genügend Fachleute, die mit der Diagnostik und Therapie von ADS/ADHS im Erwachsenenalter vertraut sind.
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