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off-label - Methylphenidat bei Erwachsenen
Im November 2006 wurde eine kontrollierte Studie in einem Zeitraum von über 24 Wochen mit einem Retard-Methylphenidat abgeschlossen. Eine Zulassung des Medikamentes ist nun auch für die erweiterte Indikation ADHS bei Erwachsenen vorgesehen. Dennoch gibt es es derzeit (Stand August 2008) noch kein in Deutschland zugelassenes Metyhlphenidat für die Behandlung von Erwachsenen mit ADHS / ADS. Obgleich es hinreichende Studien, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Medikation belegen gibt. off-label - Atomoxetin bei Erwachsenen(Strattera)"Alternativen" zur oben angerissen medikamentösen Therapie mit Psychostimulanten sind letztlich nicht gegeben. Generell ist das in Deutschland seit März 2005 verfügbare Atomoxetin (Strattera) zwar auf internationaler Ebene (USA, England) auch für die Indikation ADHS im Erwachsenenalter zugelassen. Für Deutschland gibt es leider aber ebensowenig eine Zulassung. Der Strattera Hersteller Lilly gibt in einer eigenen Produktinformation an, dass die Ersteinstellung mit diesem Medikament bei Erwachsenen mit ADHS "nicht angemessen" sei. Also würde es sich auch hier um eine sogenannte "off-label" Indikation handeln. Weitere in der Wirksamkeit der beiden genannten Medikamente entsprechende medikamentöse Alternativen sind mir bislang nicht bekannt.
Die Behandlung von ADHS: Stimulanzien und selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Bislang wird ADHS vor allem mit Stimulanzien therapiert - zu dieser Gruppe gehört das bekannte Methylphenidat. Seit 2005 befindet sich daneben der oben benannte Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Atomoxetin auf dem deutschen Markt. Nachstehende Aufstellung zeigt die Unterschiede zwischen beiden Wirkstoffgruppen, Sowie deren Vor- und Nachteile im Überblick: |
| Substanz | Stimulanzienwie z.B. Methlphenidat
| Noradrenalin (NA)-Wiederaufnahme- hemmer, zum Beispiel Atomoxetin |
| Wirkungs- weise | Auswirkung auf den Dopamin-Stoffwechsel im Gehirn, erhöht die Dopaminkonzentration
| Beeinflussung des Noradrenalin stoffwechsels. Das Noradrenalin wird langsamer in die Zellen aufgenommen. Die Wirksamkeit wird somit verlängert.
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| Wirksamkeit | Hilft bei ca. 65 bis 80 Prozent der Fälle
| In der Effektivität eher geringer einzuschätzen als die von Methylphenidat bekannt Wirkung. Kann aber bei Patienten wirksam sein, die bislnag nicht auf Methylphenidat Produkte angesprochen haben.
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| Wirkdauer | Üblich sind 1 bis 3 Gaben pro Tag, euere Retardpräparate gewährleisten auch Wirkungsdauern von 6 bzw. 12 Stunden
| Kontinuierliche Wirkung über den gesamten Tag möglich. |
| Erfahrungen | Seit mehr als 50 Jahren
| Seit März 2005 in Deutschland auf dem Markt, Erfahrungswerte aus Studien reichen zurück seit 1998. |
| | Anfangsphase der Mediakation für 1-4 Wochen:
- Kopfschmerzen - Übelkeit und Erbrechen - Magenbeschwerden - größere Reizbarkeit
Häufig: - Appetitlosigkeit - Benommenheit - Gewichtsabnahme - Muskelzucken oder Tics - Hautreaktionen Selten: - Blutdruckhochdruck und Puls - Seltene Berichte über ein Ansteigen der Leberwerte oder Hepatitis - Brems das Längenwachstum und die Gewichtszunahme von Kindern
| Anfangsphase der Mediaktion:
- Kopfschmerzen - Trockenheit im Mundraum - Magenbeschwerden - Übelkeit und Erbrechen - Verstopfungen - Plötzliche Müdigkeit - Stimmungsschwankungen
Häufig: - verminderter Appetit - Gewichtsabnahme - Anstieg von Blutdruck und Puls
Selten: - allergische Reaktionen - selten ein Ansteigen der Leberwerte, Gelbsucht oder Hepatitis
- Brems das Längenwachstum und die Gewichtszunahme von Kindern |
| Spätfolgen | Keine erhöhte Rate von Spätfolgen, Befürchtungen wegen Parkinson-Erkrankung oder Hirnschäden nicht belegbar.
| Spätfolgen noch nicht absehbar
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| Suchtgefahr | Richtig angewandt keine erhöhte Suchtgefahr. Suchtgefahr wird bei ADHS sogar nach Erfahrungen verschiedener Verlaufsstudien reduziert .
| Keine Suchtgefahr.
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| Bekannte Gegenanzeigen und Kontraindikationen | - Epileptische Anfallsleiden - Angst und Anspannung - Erhöhter Augeninnendruck - Tourette-Syndrom - gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten wie MAO - Hemmer zur Behandlung von Depressionen - Schwerer Bluthochdruck - Psychosen - Tic-Störungen - Medikamentenmissbrauch - Schilddrüsenüberfunktionen - schwere Angina pectoris - Herzrhythmusstörungen - schwere Depressionen - Magersucht - Alkoholmissbrauch - Drogenmissbrauch - Schwangerschaft / Stillzeit - Prostatavergrößerung - zeitnah aufgetretener Schlaganfall
| - gleichzeitige Einnahme von Medikamenten aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer zur Behandlung von Depressionen - erhöhter Augeninnendruck
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| Verordnung | Betäubungsmittel (BTM)-Rezept, für Reisen ins Ausland Bestätigung des behandelnden Arztes erforderlich.
| Normales Rezept
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| Zulassung | Zugelassen in Deutschland für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre. | Zugelassen für Kinder und Jugendliche in Deutschland ab 6 Jahren, auch zur Weiterbehandlung bis ins Erwachsenenaltergeeignet. |